Ein Tag in Passau

Startpunkt für unseren Tagesausflug ist unsere Heimatstadt München, in ca. 2 Stunden direkt kommt man mit dem Zug nach Passau.

Angekommen in Passau finden wir direkt gegenüber vom Bahnhof eine Touristen-Information, an der wir kostenlos einen Stadtplan erhalten. Damit ziehen wir los – geplant wird unterwegs.

Zuerst geht es durch die Ludwigstraße und die Grabengasse(Fußgängerzone) zum Dom mit der weltgrößten Orgel! In den Dom dürfen wir gerade nicht, weil ein Orgelkonzert stattfindet, dafür können wir die Orgel in Aktion sogar vor dem Dom hören. Auf dem Domplatz findet gerade ein Markt statt, auf dem man tolle regionale Produkte kaufen kann – zu schade, dass wir im Zug schon gefrühstückt haben! Also gehen wir erst einmal weiter durch die Schustergasse zum Römerplatz. Hier erblicken wir die Donau und jede Menge Anlegestationen für Kreuzfahrtschiffe. Kurz sind wir versucht einzusteigen – aber wir haben ja Passau noch gar nicht gesehen! Durch die Fischmarktgasse kommen wir zum Rathausplatz. Am Rathaus ist eine Messlatte aufgezeichnet, die die größten Hochwasser in Passau zeigt. Unglaublich, wie tief im Wasser die Stadt teilweise verschwunden ist. Die Spuren des Hochwassers von 2013 sind in der Stadt immer noch an vielen Gebäuden zu entdecken, bei vielen Häusern ist der Putz bis zum ersten Stockwerk abgetragen. Dennoch ist die Stadt sehr schön mit vielen alten Gebäuden und netten Gassen. Die Fußgängerzone lädt zum Verweilen ein bei einem Kaffee oder Eis.

Aber wir wollen erst mal mehr von Passau entdecken und spazieren über die Prinzregent-Luitpold-Brücke über die Donau. Über den Ludwigsteig gelangt man zur Veste Oberhaus auf dem St. Georgsberg, einer der größten erhaltenen Burganlagen Europas. Der  Weg führt durch den schattigen Wald, was gut ist, denn die Sonne bringt uns schon ziemlich ins Schwitzen.  Auf dem Weg liegen tolle Aussichtspunkte, von denen aus man die ganze Stadt zu Füßen liegen hat. Ein beeindruckendes Panorama! Bei der Veste angekommen beschließen wir auf den Aussichtsturm zu steigen. Für nur einen Euro pro Person kann man die 130 Stufen erklimmen. Oben angekommen bietet sich ein genialer Ausblick in alle Richtungen. Mit dem  Fernglas, das uns in die Hand gedrückt wurde können wir zwar nichts anfangen, aber das macht ja nichts.  Man kann von hier oben sehr gut das Zusammentreffen der drei Flüsse Ilz, Donau und Inn beobachten. Der Rest der Veste ist schnell erkundet und wir machen uns an den Abstieg – dieses Mal über den Wehrgang. Für alle die nicht gut zu Fuß sind fährt auch ein Pendelbus vom Rathausplatz zur Veste Oberhaus.

Wir schlendern entlang des Donaukai bis zur Ortsspitze. Ein super Platz, um eine sich eine Weile auszuruhen. Zu drei Seiten ist man hier von Wasser umgeben. Ich empfehle sich entweder ein Handtuch mitzunehmen, um sich im Schatten unter den Bäumen auszuruhen oder mit etwas Glück eine der Bänke zu ergattern und den Blick zu genießen.

Entlang des Innkai geht es wieder Richtung Dom. Das Konzert ist vorbei und wir können den St. Stephans Dom von innen betrachten.

Mittlerweile ist es Nachmittag und wir haben Hunger. Einen Supermarkt finden wir im Nibelungen Center an der Dr.-Hans-Kapfinger-Straße. Zur Erfrischungen hängen wir unsere Füße in einen der beiden Brunnen im Klostergarten.

Gestärkt geht es weiter durch die Augustinergasse zum Innsteg, der ausschließlich eine Fußgängerbrücke ist. Durch die Lederergasse gehen wir Richtung Mariahilfstraße. Am Kirchenplatz finden wir das sehr einladende KaffeeWerk mit Sonnenliegen draußen und Wohnzimmeratmosphäre drinnen.

Weiter geht’s durch die Löwengrube und die Schmiedgasse zum Kapuzinerplatz. Hier soll irgendwo die Wallfahrtsstiege zum Paulinerkloster Mariahilf führen…. Wir sehen sie nicht und das Schild deutet schräg ins Irgendwo. Deshalb laufen wir weiter die Kapuzinerstraße bis zur Mühltalstraße – irgendwie sind wir jetzt total an der Stiege vorbei und wissen nicht, ob wie noch richtig sind. Zum Glück treffen wir eine Anwohnerin, die uns einen gut versteckten Weg zeigt, der ebenfalls zum Kloster führt. Wieder erwischen wir genau die Zeit, zu der ein Gottesdienst stattfindet. Die Türen stehen offen, wir werfen einen Blick von außen hinein und machen uns auf den Rückweg – diesmal über die Wallfahrtsstiege. Von oben findet man sie zum Glück einfach! Die Atmosphäre ist etwas bedrückend, überall Sterbebildchen und gekreuzigte Jesusfiguren. Aber gleichzeitig ist dieser Gang beeindruckend.  Unten angekommen stellen wir fest, dass wir genau an dieser Stelle vorher den Eingang übersehen haben – er ist nicht sehr auffällig, wenn man zum ersten Mal davor steht. Fürs nächste Mal wissen wir Bescheid.

Es wird langsam Zeit zurück zum Bahnhof zu laufen, damit wir unseren Zug erwischen. Über die Marienbrücke gelangen wir zurück in die Stadt. Kurz genießen wir an der  Innpromenade, die sehr schön begrünt ist, noch einmal den Blick. Passau und seine Umgebung sind einfach schön! Dann geht es zurück zum Zug und in nach München.

28.11.14 17:13

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